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Wibke Janzarik
 

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 Therapien
 

1.

Schubbehandlung mit Glukokortikoiden, wobei die Wirkung v.a. in einer beschleunigten Rückbildung akut aufgetretener Beschwerden besteht, das Ausmass der Rückbildung wird kaum beeinflusst. Da der Gesamtverlauf wahrscheinlich nicht beeinflusst wird, wird von einer Langzeittherapie mit Kortison abgeraten. Zur Schubbehandlung werden hochdosiert v.a. Methylprednisolon oder Prednison parenteral appliziert (typische Dosis: 1000 mg an 3-5 aufeinander folgenden Tagen i.v., gefolgt von kurzer oraler Ausschleichphase). 

2.

  • Immunmodulatoren
    • Interferon Beta: Seit 1993 wird die MS zu den behandelbaren Erkrankungen gezählt, v.a. durch die Einführung von rekombinant hergestelltem Interferon Beta als kausalorientierte Therapie, die sowohl Häufigkeit als auch Schweregrad von MS-Schüben günstig beeinflusst. Die genauen Wirkmechanismen sind noch nicht bekannt, es werden immunmodulierende Prinzipien vermutet.
    • Glatiramerazetat, ein Zufallsgemisch von Oligopeptiden mit einem hohen Anteil basischer AS.
  • 7S-Immunglobuline vom Typ IgG
  • Immunsuppressiva
    • Mitoxantron, wird häufig bei ungünstigen Verläufen eingesetzt
    • Azathioprin, gilt als Äquivalent des IFN-Beta, des Glatiramerazetat und der Immunglobuline

  • Spastik: medikamentös (z.B. Baclofen und Tizanidin)und Physiotherapie 
  • Paresen: durch Physiotherapie und Hilfsmittel
  • Ataxie: in eingeschränktem Umfang medikamentös und/ oder operativ (Tiefenhirnstimulation)
  • Blasenfunktionsstörung: medikamentös (Anticholinergika wie Oxybutynin oder alpha-Sympatholytika) und durch geeignete Hilfsmittel
  • reduzierte Belastbarkeit und vermehrte Müdigkeit: medikamentös
  • Sensibilitätsstörungen und Schmerzen: medikamentös

 

 

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