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Multiple Sklerose
 

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Wibke Janzarik
 

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 Diagnostik und Workup
 

Die Diagnose der MS sollte in erster Linie klinisch erfolgen. Die Symptomatik muss für eine sichere klinische Diagnose räumlich und zeitlich disseminiert sein. Bei der Erstmanifestation, aber auch bei primär chronisch progredientem Verlauf kann eine gezielte Zusatzdiagnostik weiterhelfen (MRT, VEP, Lumbalpunktion).

Eindeutig:

  1. räumliche Dissemination
  2. pathologischer Liquorbefund
  3. mindestens 2 Schübe oder progrediente Symptomatik über mindestens 1 Jahr

Wahrscheinlich, wenn 2 der 3 Kriterien zutreffen

Fraglich, wenn nur 1 Kriterium erfüllt ist

 

s. Symptome

im kraniellen und spinalen MRT disseminierte Entzündungsherde. Sensitivität > 90%, bei geringerer Spezifität, je nach diagnostischen Kriterien. Differenzierung von mikrovaskulären Läsionen nicht immer mit Sicherheit möglich, daher Diagnose nie allein anhand MRT.

 

  • klar
  • Pleozytose mit Erhöhung der Leukozyten (v.a. Lymphozyten, Plasmazellen) bis 150 Zellen / mm3
  • Gesamteiweiß normal bis leicht erhöht (0,8 g/l)
  • Autochthone Synthese von IgG (Reiber-Typ IV = IgG-Synthese im ZNS ohne Nachweis von Schrankenstörung und ohne Nachweis im Serum), pathologischer Delpech-Lichtblau-Quotient > 0,8
  • in 95% d. F. positive oligoklonale Banden in der Elektrophorese

Elektrophysiologie:
Evozierte Potentiale bzw. transkortikale Magnetstimulation erlauben die Überprüfung definierter Funktionssysteme und sind geeignet, auch klinisch stumme, oft sehr kleine Entzündungsherde Schädigungen nachzuweisen. VEP zeigen z.B. auch eine subklinische Beteiligung der Sehnerven.
Da es sich bei der MS typischerweise um vorwiegend demyelinisierende Defekte handelt, zeigen elektrophysiologische Untersuchungen v.a. eine gestörte Erregungsleitungsgeschwindigkeit. Die Potentialamplituden (determiniert durch die Anzahl leitender Axone) sind meist nur gering verändert. 

 

 

 

 

 

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