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AV-Knoten-Reentrytachykardie (Rudiment)
 

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Tobias Schäfer
 

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 Einleitung
 

AVNRT

AV-Knoten-Reentrytachykardie ohne Präexzitationssyndrom

AV-Reentrytachykardie ohne akzessorische Leitungsbah

 

 

plötzlich auftretende, regelmäßige supraventrikuläre Tachykardie durch Reentry innerhalb des AV-Knotens

Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardien (PVST):

  • AVNRT
  • AV-Reentrytachykardien

 

 
 Epidemiologie
 

 

 

 

 

 

 

 

 
 Pathologie
 

 

 

Der AV-Knoten verfügt über funktionell getrennte Leitungsbahnen mit unterschiedlichen Leitungsgeschwindigkeiten und Refraktärverhalten. α-Bahnen leiten langsam; β-Bahnen dagegen schnell. Hierdurch können kreisende Erregungen entstehen; in 90% handelt es sich dabei um eine slow-fast-type-Tachykardie mit einer antegrad langsamer (α), retrograd schneller (β) Leitung.

 

 

 

 
 Diagnostik und Workup
 

Klinik (schlagartiger Beginn) + EKG

 

 

 

  • regelmäßige Tachykardie mit Frequenzen zwischen 180-220/min
  • plötzliche Zunahme des PR-Intervalles am Tachykardiebeginn
  • keine P-Wellen
  • Kammerkomplexe meist schmal und normal konfiguriert (nicht bei aberrierender ventrikulärer leitung / Schenkelblock)
  • im Intervall normales EKG

 

 

 

 

 

 

 
 Symptome und Befunde
 

schlagartiger Beginn von Herzjagen, das für Minuten bis Stunden anhalten kann; dann ebenso schlagartige Rückkehr in den Sinusrhythmus

Palpitation, sonst oft keine Befunde; während / nach Tachykardie oft Harnflut (ANP-Wirkung)

Froschzeichen: simultane Kontraktion von Vorhof und Kammern führt zu Propfungen an den Halsvenen

bei Herzinsuffizienz / KHK: Reduktion des Herzzeitvolumens mit Hypotonie, Angina pectoris, Schwindel, Synkope, selten kardiogener Schock

 

 
 Verlauf und Prognose
 

 

 

 

 

 

 

 
 Differentialdiagnosen
 

 

 
 Therapien
 

1.

Vagusreiz:

  • Valsalva-Versuch
  • Karotissinusmassage (max. 5 Sekunden, vorher Carotisauskultation)
  • schnelles Trinken eines kalten, kohlensäurehaltigen Getränkes
  • Kältereiz im Gesicht usw.

2.

Medikamentös:

  • 6 mg Adenosin als Bolus i.v., bei Erfolglosigkeit 12 mg nach 3 min: kurzfristige Blockierung aller AV-Leitungen im AV-Knoten für max. 8 Sekunden, Mittel der Wahl bei regelmäßigen Tachykardien mit schmalem Kammerkomplex
  • 5 mg Verapamil langsam über 10 min unter EKG-Kontrolle i.v., ev. Wiederholung nach 15-30 min
  • bei Erfolglosigkeit Digitalis (bei bisher nichtdigitalisierten Patienten 0,5 mg Digoxin langsam über 10 min i.v.)
  • Ajmalin als Mittel der Wahl bei Tachykardien mit breiten Kammerkomplexen bzw. bei nicht sicherer Differenzierung ventrikulär - supraventrikulär

3.

Elektrotherapie:

  • Overdrive-Pacing zur Terminierung der kreisenden Erregung
  • bei drohendem kardiogenen Schock: Elektrokardioversion mit 100 J (bei Erfolglosigkeit höhere Energien) in Kurznarkose

bei häufigen Rezidiven Hochfrequenz-Katheterablation, meist selektive Ablation des slow pathway; Erfolgsraten > 95%

 

 
 Referenzen
 

 

 

 

 

 

 
 Editorial
 

Tobias Schäfer

07.11.2005

 

 

RUDIMENT

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