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Gelbfieber
 

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Tobias Schäfer
 

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 Verlauf und Prognose
 

 

Mehrheitlich mild/selbstlimitierend. Ein Teil der symptomatischen Fälle geht in die toxische Phase über; diese ist mit hoher Letalität behaftet.

Akutes Leberversagen, akutes Nierenversagen, disseminierte intravasale Gerinnung, Myokarditis, Schock, sekundäre bakterielle Infektionen, Tod.

Milde Verläufe heilen folgenlos aus. Die toxische Phase hat eine hohe Sterblichkeit (in Fallserien häufig ~20–50 %), altersabhängig ansteigend. Überlebende erholen sich meist vollständig; von einer belastbaren, i. d. R. lebenslangen Immunität nach durchgemachter Infektion ist auszugehen.

Schutzimpfung mit dem attenuierten Lebendimpfstamm 17D ab dem Alter von 9 Monaten – laut WHO-Empfehlung (seit 2016) genügt eine Einmaldosis für lebenslangen Schutz (Auffrischung für die meisten Reisenden nicht mehr erforderlich; Einzelfälle beachten). Impfung nur durch autorisierte Gelbfieber-Impfstellen; internationaler Impfnachweis (ICVP) für die Einreise in bestimmte Länder erforderlich.

Kontraindikationen/Vorsicht: relevante Immunsuppression, Säuglinge < 6 Monate, Thymuserkrankungen, schwere Hühnereiweißallergie; besondere Abwägung bei Alter > 60 Jahren, Schwangerschaft und Stillzeit.

Ergänzend Vektorschutz (Repellenzien, Moskitonetze, lange Kleidung) und Vektorkontrolle; auf Public-Health-Ebene die

WHO-EYE-Strategie (2017–2026) inkl. fraktionierter Impfdosen im Ausbruchsfall.

 

 

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