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Gelbfieber
 

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Tobias Schäfer
 

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 Pathologie
 

 

Gelbfiebervirus (Genus Orthoflavivirus, Familie Flaviviridae); umhülltes einzelsträngiges (+)-RNA-Virus. Übertragung durch infizierte Stechmücken. Keine direkte Mensch-zu-Mensch-Übertragung außerhalb des Vektors.

Fehlender Impfschutz; Aufenthalt/Reise in Endemiegebiete; Tätigkeiten mit Mückenexposition (Land-, Forst-, Feldarbeit); hohe Vektordichte in Regenzeit; Urbanisierung und Ausbreitung von Aedes aegypti. Begünstigend auf Ausbruchsebene: niedrige Durchimpfung, Entwaldung, Klimafaktoren.

 

Nach Inokulation Virusreplikation in lokalen Lymphknoten, dann Virämie mit Befall v. a. der Leber, ferner Niere, Herz und Lymphgewebe. Hepatozytenschädigung führt zu Gerinnungsstörung (verminderte Synthese von Gerinnungsfaktoren) und Ikterus; renale Tubulusschädigung zu Nierenversagen; systemische Entzündungsreaktion und Endothelschädigung begünstigen Schock und Hämorrhagien (DIC).

Leber vergrößert, gelblich; Nieren geschwollen; petechiale Blutungen in Haut und Schleimhäuten; gastrointestinale Blutungen.

Typisch midzonale (mediozonale) Leberzellnekrose mit relativ geringer Entzündungsreaktion, Councilman-(Councilman-Rocha-Lima-)Körperchen (apoptotische/eosinophile Hepatozyten) sowie mikrovesikuläre Verfettung; an der Niere akute Tubulusnekrose.

 

 

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