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Epiphysiolysis capitis femoris (Rudiment)
 

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Auf einen Blick
 

Autor

Wibke Janzarik
 

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 Einleitung
 

Dislokation der proximalen Femurepiphyse, v.a. während des präpupertären Wachstumsschubs.

  • Epiphseolysis capitits femoris acuta
  • Epiphseolysis capitits femoris lenta

 
 Epidemiologie
 

M:F = 3:1

 
 Pathologie
 

Auflockerung der Epiphysenfuge bei raschem Längenwachstum und prädisponierenden hormonalen Faktoren

Dystrophia adiposogenitalis, eunuchoider Hochwuchs

 

  • E. acuta: bei einmaliger starker Belastung kommt es zu einer kompletten Epiphysenlösung mit gestörter Gefäßversorgung
  • E. lenta: bei aufgelockerter Epiphysenfuge am Hüftkopf kommt es zu einem allmählichen Abgleiten des Schenkelhalses

 

 

M. Waldenström (nicht zu verwechseln mit der Makroglobulinämie M. Waldenström): begleitende Chondromalazie des Hüfgelenkes mit ungünstiger Prognose (schwere präarthrotische Deformität)

 

 
 Diagnostik und Workup
 

 

 

Drehmann-Zeichen: das Hüftgelenk weicht bei Beugung in die Außenrotation und Abduktion aus

Röntgen: Lauenstein-Aufnahme (axialer Strahlengang: orthograde Aufnahme des Schenkelhalses bei Hüftbeugung 70° und -abduktion 50°): zeigt Dorsalposition des Hüftkopfes

 

 

 

 

 

 

 
 Symptome und Befunde
 

übergewichtig oder eunuchoider Hochwuchs

Außenrotation und Adduktion mit ausgeprägter Einschränkung der Innenrotation (pos. Drehmannzeichen), leichte Beinverkürzung mit Hüfthinken

Hüft-, auch Kniegelenk

 

 
 Verlauf und Prognose
 

initial Epiphyseolysis capitis femoris iminens: aufgelockerte Epiphyse

 

  • Hüftkopfnekrose
  • im Langzeitverlauf Arthrose

  • geringere Dislokationen können folgenlos ausheilen
  • bei E. acuta Hüftkopfnekrose
  • bei starker Dislokation (insb. bei begleitender Chondromalazie) präarthrotische Deformität

möglichst frühzeitige Diagnostik und Therapie

 

 
 Differentialdiagnosen
 

 

 

 
 Therapien
 

notfallmäßige Reposition und Hüftkopffixation mit Hämatomentlastung

1.

bei Dislokation der Epiphyse bis 30° Stabilisierung durch Drahtstifte oder Schrauben

2.

bei Dislokation über 30° zusätzliche Korrekturosteotomie zur Beseitigung einer präarthrotischen Deformität (z.B. sub-/ intertrochantäre valgisierende Osteotomie nach Imhäuser)

3.

da häufig beidseitiger Befall evtl. prophylaktische Stabilisierung der Gegenseite

 

 
 Referenzen
 

Niethard 2003

Sitzmann 2002

 

 

 
 Editorial
 

Wibke Janzarik

15.04.2005

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