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Mekoniumileus
 

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Auf einen Blick
 

Autor

Helmar Weiss
 

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 Einleitung
 

 

meconium ileus

meconium plug syndrome

 

Obturationsilleus infolge abnormer Eindickung des Mekoniums, transient verzögerte Kolonpassage (> 24-48h)

 

 

 
 Epidemiologie
 

 

 

Neugeborene

 

M = F

 

 

 
 Pathologie
 

Der Mekoniumilleus in 95% mit Mukoviszidose assoziiert, 10-20% der Mukoviszidosepatienten sind betroffen

 

 

Unreife des Plexux myentericus oder deren Hormonrezeptoren (vgl. Morbus Hirschsprung

normales bis leicht erweitertes Colon, ev. Durchmesser-Veränderung an der linken Colonflexur, ununterscheidbar vom Morbus Hirschsprung

 

 

 
 Diagnostik und Workup
 

 

  1. Abdomenübersicht, bei unkaren Fällen:
  2. Kolonkontrastdarstellung

  • Palpation: pernschlurartig angeordnete, feste, zähe Mekoniumballen im stark kontrahierten Dünndarm tastbar
  • Auskultation: vermehrte Peristaltik auskultierbar

  • Abdomenübersichtsaufnahme  zeigt keine Spiegel, aber überblähte Dünndarmschlingen im Ober- und Mittelbauch
  • Im Unterbauch und rechter Flanke manchmal fleckige Verschattungen ( eingedicktes Mekonium)
  • Kolonkontratsdarstellung zeigt Mikrokolon mit bleistiftartigem Lumen und perlschnurartig aufgereihten Mekoniumresten
  • Verkalkungen intrabadominal nach Perforation: kalzifizierendes Mekonium

 

 

 

 

 

 

 
 Symptome und Befunde
 

Bild entspricht tiefem Illeus:

  • fehlender Mekoniumabgang
  • stark geblähten Abdomen
  • am 2. Lebenstag erst glasiges, dann galliges Erbrechen 
  • Ikterus
  • selten Abgang eines weißen, lehmigen Schleimpropfes
  • ev. galliges Erbrechen

oft vor dem 1. Füttern (DD nekrotisierende Enterokolitis)

 

 
 Verlauf und Prognose
 

 

gelegentlich Symptome erst nach Tagen

Mekoniumperitonitis bei gleichzeitiger Atresie, Volvulus, Minderperfusion oder Perforation

gut, >90% Überlebensrate

 

 

 
 Differentialdiagnosen
 

Morbus Hirschsprung

Ileumatresien, Volvulus

Nekrotisierende Enterokolitis

Megacystis-Mikrokolon-intestinale Hypoperistaltik (Berdon-Syndrom)

 

 
 Therapien
 

Erfolg in ca. 50%

  • Kontrastmitteleinläufe ( Gastrographin)
  • evtl. Gabe von Pankreasfermenten

  1. Eröffnung des Ileums im dilatierten Teil
  2. Freispülung des Darmes 
  3. End-zu-Seit  Anastomose nach BISHOP-KOOP mit Enterostoma
  4. Rückverlagerung des Anus-praeter nach 1-2 Monaten

 

 
 Referenzen
 

Sitzmann 2002

Henne-Bruns 2003

 

 

 

http://medlib.med.utah.edu/WebPath/PEDHTML/PED046.html

 
 Editorial
 

Helmar Weiss

02.11.2002

Julia Zimmer (Editor)

Tobias Schäfer, 21.10.2004

 

PRELIMINARY

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 Kommentare
 
 
  Tobias Schäfer schrieb am 21.10.2004 um 16:40 Uhr:
 

Knapp, aber alles wichtige enthalten. DD ergaenzt. Gruss Tobias

 
 

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