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Medicle Datenbank: Diabetische Nephropathie (Rudiment)
 

 Diagnostik und Workup
 

Persistierende Albuminurie (≥ A2) und/oder GFR-Reduktion bei bekanntem Diabetes, typischerweise ohne Hinweise auf eine andere Nierenerkrankung; unterstützend das Vorliegen einer diabetischen Retinopathie. Meist klinische Diagnose; Biopsie bei atypischem Bild.

Screening und Verlaufskontrolle mit Urin-Albumin-Kreatinin-Ratio (UACR) und eGFR; Biopsie nur bei diagnostischer Unsicherheit.

Häufig arterielle Hypertonie und Ödeme; Zeichen weiterer diabetischer Folgeerkrankungen (Retinopathie, periphere/autonome Neuropathie, pAVK).

Sonografie unspezifisch (Nierengröße je nach Stadium); dient v. a. dem Ausschluss postrenaler/anderer Ursachen. Augenärztliche Untersuchung (Retinopathie) diagnostisch wegweisend.

Kreatinin/eGFR (bei Bedarf Cystatin-C-basiert), HbA1c, Elektrolyte (Kalium — relevant unter RAAS-/MRA-Therapie), Lipidprofil.

Quantifizierung der Albuminurie (UACR) im Verlauf; Urinsediment (bei aktivem Sediment mit Hämaturie/Zylindern an nicht-diabetische Genese denken).

Biopsie-Indikationen (atypische Zeichen): fehlende Retinopathie (v. a. bei Typ-1-Diabetes), rascher GFR-Abfall, aktives Urinsediment, nephrotisches Syndrom mit abruptem Beginn oder kurze Diabetesdauer.

Mindestens jährliche Bestimmung von UACR und eGFR (bei Typ-2-Diabetes ab Diagnose, bei Typ-1-Diabetes ~5 Jahre nach Diagnose), engmaschiger bei fortgeschrittener Erkrankung; Kalium- und Blutdruckmonitoring unter Therapie.